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Einsatzübung „Firma Petasch“
Am 30.05.2008 um 18:11 Uhr erfolgte über die Leitstelle in Bautzen die Alarmierung der Feuerwehren Rodewitz/Spree, Kirschau, Wilthen und Tautewalde zum Mittelbrand mit Verpuffung in Rodewitz am Bahnhofsweg 12 „Granitwerk Petasch“.
Der Eigentümer Herr Petasch konnte den kommenden Dingen gelassen entgegen sehen, da die Vorbereitungen zu dieser Einsatzübung mit ihm gemeinsam erfolgten.
An der Einsatzstelle angekommen galt es 3 vermisste / verletzte Personen zu retten und anschließend den Brand unter Kontrolle zu bringen sowie die Nebengebäude zu schützen.
Bei größeren Einsätzen ist es erforderlich Abschnitte zu bilden, deshalb wurde der Abschnitt Rettung und der Abschnitt Wasser gebildet.
Die 1. Person (Puppe) wurde durch einen Angriffstrupp aus Rodewitz aus dem vernebelten Heizungskeller gerettet. Durch die Verpuffung war ein Steinplattenstapel umgekippt und hatte die 2. Person (Puppe) unter sich eingeklemmt, diese musste mittels Hebekissensatz durch Einsatzkräfte aus Kirschau befreit werden. Eine 3. Person (Puppe) wurde in der vernebelten (brennenden) Schleiferei vermisst. Das war schon eine größere Herausforderung, da die Halle eine kompakte Größe hat und so vernebelt war, so dass man die Hand vor Augen nicht mehr sah. An dieser Aufgabe versuchten sich Kameraden aus Kirschau und Wilthen, die sie auch vorbildlich meisterten und so auch die 3. Person gerettet wurde.
Die andere Aufgabe bestand darin das „fingierte“ Feuer in der Schleiferei unter Kontrolle zu bringen. So wurden anfangs eine B – Leitung vom nahegelegenen Hydranten und später eine B – Leitung von der Spree aufgebaut, dies erforderte einige Zeit aber die Wasserversorgung stand, wenn auch nur kurz. Kleinere Probleme traten hier und da auf, aber dafür ist ja so eine Übung da. Ein großes Problem bereiteten uns die Pkw- und Kradfahrer auf der Hauptstraße, die uns bei der Überfahrt der Schlauchbrücken 3 - mal die Schläuche zerrissen und somit die Wasserversorgung unterbrachen. Was auf Filmen und Fotos lustig anzuschauen ist wäre im Ernstfall eventuell sogar tödlich, deshalb haben wir für uns Maßnahmen getroffen.
Und das soll ja eine Übung auch bezwecken, dass man Ecken und Kanten einer runden Sache entdeckt und abstellt.
Den 48 Kameradinnen und Kameraden hat es bei dem schönen und warmen Wetter in den dicken Jacken viel Spaß gemacht, man ist sich wieder ein Stück näher gekommen und die im Dienst gelernten Handgriffe sitzen jetzt wieder.
Aus diesen und anderen Gründen möchte ich mich im Namen der Rodewitzer Feuerwehr bei allen beteiligten Kameradinnen und Kameraden, beim Eigentümer Herrn Petasch und seiner Familie und den fleißigen Helfern die anschließend für kühle Getränke und einen warmen Imbiss sorgten bedanken.
Steffen Hoffmann
Ortswehrleiter Rodewitz/Spree
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